Auf den Straßen lauern einige Tücken und Schlaglöcher links und rechts. Es gibt Straßenabschnitte, auf denen es sich gut fahren lässt, andere mit Kurven und Sturzgefahr(!). Insgesamt gibt es so gut wie kein Verkehr. Die moderne Zivilisation scheint meilenweit von hier entfernt. In dieser geheimnisvollen Gegend sind wir Pioniere auf unseren Royal Enfields!
Wir verlieren uns in atemberaubenden Ausblicken und entdecken in der Ferne einige Dörfer, die auf Bergrücken thronen. Hühner, Hunde und Schweine streifen in den Hmong-Dörfern, die man an den typischen Holzhäusern auf Stelzen erkennt umher. Die Kinder auf dem Weg zur Schule begrüßen uns mit einem verschmitzten "Sabaïdeee".
Wie in vielen anderen asiatischen Ländern gefällt uns auch hier die Herzlichkeit und der Austausch mit den Menschen. Während der Mahlzeiten kommt man besonders einfach mit den Einheimischen in Kontakt. Bei traditioneller Nudelsuppe auf kleinen Hockern sitzend, lernen wir unsere ersten Worte Laotisch. Anspruchsvolle Motorrad-Etappen und authentische Begegnungen: das ist Laos.
ALLE WEGE FÜHREN NACH LUANG PRABANG
Luang Prabang, ehemalige königliche Hauptstadt und heute UNESCO-Weltkulturerbe ist ein wahres Fest für die Augen. Es ist der einzige Ort auf der Reise an dem wir zweimal übernachten. Um ehrlich zu sein, würden wir am liebsten gleich für immer hier bleiben. Es geht ruhig und gelassen zu und überall stehen reich verzierte Tempel. Zwischen den schönen Kolonialvillen liegt der angenehme Duft der Frangipani-Sträucher. Ein absolutes Muss: der Sonnenuntergang am Mekong-Ufer mit einem kühlen laotischen Bier in der Hand. In Luang Prabang machen wir außerdem noch eine nette Begegnung mit einem motorradbegeisterten Paar: wir besuchen ihren kleinen Workshop voller Überraschungen, tauschen Tipps und geheime Routen aus und verbringen am Ende einen wunderschönen Abend zusammen!
Unser Trip führt uns weiter in die Provinz Sayabour in ein Elefantenschutzzentrum. Ein im ganzen Land einzigartiges Konzept: wir schlafen buchstäblich bei den Elefanten und lernen mehr über die vom Aussterben gefährdeten Dickhäuter. Wir freuen uns dieses verantwortungsvolle Projekt auf unserer Reiseroute einbinden zu können, unsere Biker zu sensibilisieren und dem Zentrum zu helfen!
Wir verabschieden uns von den Elefanten und brechen Richtung Nordwesten auf, um wieder auf das Ufer des Mekongs in Pakbeng zuzusteuern. Es ist unser letzter Halt in Laos, bevor wir zum Hauptgrenzposten zurückkehren. Seit Beginn der Reise begleitet uns dieser legendäre Fluss. Selten verlassen wir ihn länger als zwei oder drei Tage. Als uralte Vekehrsachse Südostasiens, ist er für die Laoten und auch für uns unumgänglich. Das Überschreiten der Grenze in die andere Richtung ist nur noch eine reine Formsache. Sich aber von diesem wunderbaren Land zu verabschieden ist um einiges schwieriger.
Nutzen Sie die Gelegenheit und fragen Sie nach mehr Informationen zu unserer ersten
Motorradreise in Laos „Jenseits des Mekong".